Die Sache mit dem Esel

Wir kennen ihn alle noch - den Spruch unserer Eltern, wenn wir uns als Kinder selbst mal wieder an die erste Stelle setzen: "Der Esel nennt sich immer zuletzt". Worüber wir als Kinder also nicht einmal nachgedacht haben, nämlich dass wir uns selbst zuerst nennen, fällt uns dafür als Erwachsene in der Regel recht schwer. Nur: Ist das auch immer gut so?

Texten ist unser tägliches Brot. Wir schreiben immer gerne. Blog-Beiträge und fachliche Texte, für unsere eigenen Zwecke oder Kunden - ganz egal. Während des Relaunches unseres Auftritts haben wir aber wieder einmal erfahren, dass das Texten viel schwieriger wird, wenn wir über uns ganz persönlich schreiben müssen. Plötzlich fällt es uns schwer, uns selbst an erster Stelle zu nennen. Viele Textversionen sind schwungvoll im virtuellen Papierkorb geflogen, bevor wir selbst zufrieden waren.

Da haben wir uns gefragt: Wie wäre es wohl, wenn die Kinderversionen von uns über sich hätte schreiben müssen? Wäre es ihnen leicht gefallen ganz authentisch von dem zu erzählen, was sie ausmacht und worin sie richtig toll sind? Hätten sie auch ihre Schwächen gekannt und sagen können: "nein, das kann ich nicht"? Kindermund tut wahrheit kund, heißt es schließlich. Und da fiel uns eine tolle Methode ein, mit der wir unsere Kreativität wiederbeleben und die Gedanken viel freier fließen lassen konnten. In einem kleinen Rollenspiel haben wir uns gefragt, was würden die kleine Annika, die kleine Sandra und der kleine Daniel ihrem jetzt großen Ich sagen? Ein kleiner Perspektivwechsel, der Spaß macht, viele sehr komische und lustige Ideen zu Tage fördert und am Ende des Tages viele ungahnt tolle Anstöße gebracht hat.